Versorgungsengpässe bei herkömmlichen Kältemitteln vermeiden – Kaltsoleerzeuger mit natürlichen Kältemitteln

Die schrittweise Reduktion der Kältemittel ist auf dem Vormarsch.
1987 wurde in Montreal die schrittweise Reduktion der herkömmlichen Kältemittel beschlossen. Damit werden weltweit die die Ozonschicht zerstörenden FCKW, HFCKW und Halone reduziert. Die erweiterte Fassung dieses Protokolls wurde im Oktober 2016 vereinbart. Damit wurden nun auch die HFKW in die Liste der zu reduzierenden Stoffe aufgenommen.
Bereits im Frühjahr 2017 schlug sich dies stark auf die Preise und Verfügbarkeit der Kältemittel nieder. Die Verbraucher sollen auf natürliche Kältemittel mit wesentlich niedrigerem GWP (Global Warming Potential) umsteigen und stehen damit vor kostenträchtigen Entscheidungen. Vor allem Betriebe mit großem Kältebedarf und/oder Kälteanlagen mit großen Füllmengen sind davon betroffen. Aber auch „kleinere“ Betreiber von Verbundanlagen bekommen diese Entwicklung zu spüren.

Steht eine große Reparatur oder ein Umbau an, lohnt es sich, an einen Umstieg zu denken. Bei neu zu erstellenden größeren Kühlanlagen ist das Thema obligat.
Die Tendenz geht hier immer mehr zu Kaltsoleerzeugern, die nur einen kleinen Primärkreislauf mit natürlichen Kältemitteln wie R290(CO2) oder R744(Propan) vorweisen. Auch diese haben einen GWP-Wert, der jedoch wesentlich niedriger ist, als bei üblichen Kältemitteln (ein kleiner Vergleich: GWP von R134a = 1430, GWP von R290 = 1). Mit diesem Primärkreislauf wird der solegefüllte Sekundärkreislauf gekühlt, der die benötigte Kälte zu den Kühlstellen transportiert. Auf diese Weise wird nicht nur die verwendete Kältemittelmenge stark reduziert, sondern auch das CO2-Äquivalent der gesamten Anlage. Zudem sind diese Anlagen energieeffizienter und weisen niedrigere direkte und indirekte Emissionen auf.

Modernisierungen, aber auch Neuerrichtungen dieser Art werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit Zuschüssen gefördert. Wir beraten Sie gerne.